Sprunggelenk - Bänderriß

Die Bänderdehnung am Sprunggelenk  gehört zu den häufigsten Sportverletzungen!

Bandverletzungen des oberen Sprunggelenkes gehören zu den häufigsten Verletzungen überhaupt. 20 Prozent aller Sportverletzungen sind Bandverletzungen am Sprunggelenk. Das obere Sprunggelenk verbindet Fuß und den Unterschenkel. Doe Bänder stabilisieren das Gelenk: Das Außenband besteht aus drei Teilen. Sie ziehen vom Wadenbein zum Sprungbein und zum Fersenbein. Am Innenknöchel gibt es ein Band und die Syndesmose, die  Schienbein und Wadenbein verbindet.
Bei einer Bandverletzung am Knöchel ist weit überwiegend das Außenband betroffen. Es kann überdehnt und gezerrt sein oder sogar reißen (Bandruptur). Verletzungen der anderen Bänder sind vergleichsweise selten. Früher wurden die Bandverletzungen am OSG operiert. Heute wird nahezu immer konservativ behandelt, wiel die langfristigen Ergebnisse der operaiven Behandlung nicht besser sind als die der konservativen Behandlung.

Bei entsprechender Veranlagung kann sie  auch bei alltäglichen Belastungen auftreten. Es kann eine sehr schmerzliche Erfahrung sein, die die künftige Belastbarkeit erheblich beeinflusst. Das Spektrum der möglichen Verletzungen reicht von der einfachen Bänderdehnung am Knöchel über Bandverletzungen wie Bänderriß, Außenbandriß bis hin zu Knochenbrüchen.

Erfolgen Abklärung und Behandlung nicht konsequent, können daraus Folgeschäden wie Gelenksinstabilität und Arthrose entstehen.Um Folgeschäden zu vermeiden und die richtige Behandlung einzuleiten ist die Erstellung einer genauen Diagnose durch einen Arzt unerlässlich!
Der Unfallmechanismus besteht in der Regel im Umknicken mit dem Fuß. Dadurch werden die Gelenkkapsel und die Bänder gedehnt, gezerrt oder zerrissen.

Im Extremfall kommt es zu knöchernen Bandausrissen oder Knochenbrüchen. Nach einer Bänderdehnung am Knöchel, können Schmerzen und Schwellneigung über viele Wochen bestehen. Der Verlauf wird durch das Tragen einer stabilisierenden Bandage verkürzt und die Leistungsfähigkeit schneller wieder hergestellt.

Die Erstbehandlung erfolgte nach dem so genannten PECH-Schema. PECH steht dabei für Pause, Eiskühlung, Compression und Hochlagerung.

Der weitere Behandlungsbedarf wird in der Regel vom behandelnden Arzt festgelegt. Er entscheidet auch wann die Belastung wieder gesteigert und sportliche Aktivität wieder aufgenommen werden kann.

Erste Hilfe bei Bänderdehnung am Fuß

Erste Hilfe Bänderdehnung

Das Ziel ist die Wiederherstellung der Belastbarkeit und Stabilität. Ein gezieltes Aufbautraining eventuell unter Anleitung eines Physiotherapeuten, kann sehr hilfreich sein. Bewährt haben sich gymnastische Übungen, mit einem Physioband, die man auch zuhause regelmäßig wiederholen kann.

Kinesio Tape am Sprunggelenk

Das Kinesio Tape am Sprunggelenk gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das folgende Video von Kintex zeigt wie einfach es ist: 

 

 

 

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Durch Einlagen sollte die Fußstatik optimiert werden, um wiederholtes Umknicken zu vermeiden. Die Einlagenversorgung sollte sowohl für den Straßen-, als auch für den Sportschuh erfolgen. In der Anfangszeit nach der Verletzung kann durch das Tragen einer Bandage die Stabilität unterstützt und die anhaltende Schwellneigung reduziert werden. Die Belastung auf dem Weg zur muskulären Stabilität kann dadurch erhöht und das Risiko einer neuerlichen Verletzung reduziert werden.

Wie kann man sich vor einer Bänderdehnung oder einem Bänderriß schützen?

Der wirksamste Schutz vor Bandverletzungen am Sprunggelenk ist ein gutes Training der Muskulatur, insbesondere der Schienbeinmuskulatur. Sorgfältiges Aufwärmen vor dem Sport dehnt verringert die Verletzungsgefahr. Einen gewissen Schutz bieten auch spezielle Sportschuhe. Wer bereits eine Bänderdehnung oder einen Bänderriss hatte, kann beim Training zur Vorbeugung stützende Bandagen tragen. Bei besonderer Neigung zum Umknicken, bieten stabilisierende Bandagen zum Schnüren optimalen Schutz.. Bewährt hat sich auch sensomotorisches Training unter Anleitung von Physiotherapeuten. HIerbei muss der Patient verschiedene Übungen gleichzeitig ausführen (zum Beispiel: einen Ball auffangen, während er balanciert). So werden wichtige Bewegungsmuster automatisiert und das Gelenk stabiler.

Sport nach Sprunggelenksverletzungen

Bereits kurz nach dem Unfall darf der verletzte Fuß unter dem Schutz eine Schiene oder Orthese wieder belastet werden. Allerdings immer nur im schmerzfreien Bereich. So steigert der Patient selbst Schritt für Schritt die Belastung des Fußes, bis zur Vollbelastung.

Schienen bzw. Orthesen werden in der Regel sechs Woche  getragen. Unter Umständen ist Sport bereits während dieser sechs Wochen wieder möglich. Allerdings sollte die Belastung individuell an den Zustand des Gelenkes angepasst werden und nur langsam gesteigert werden. Ein gezielter Muskelaufbau steht dabei im Vordergrund, weil die Muskulatur einem erneuten Umknicken entgegenwirkt.Auch wenn eine Teilbelastung positive Auswirkungen auf die Muskulatur hat und beizeiten wieder aufgenommen werden kann, ist mit intensiverem Sport zu warten.

Einzelne Bänderrisse erfordern im Durchschnitt einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen, in denen dieser Sport nicht erlaubt ist. Sind aber beispielsweise die drei Außenbänder vollständig gerissen, dann dauert es zwölf Wochen oder länger, bis Sport möglich ist.

Generell gilt: "Je besser die muskuläre Stabilisierung des Gelenkes ist, desto geringer ist die Gefahr erneut umzuknicken“.

Mit Einlagen wird die Statik verbessert und die Umknickneigung reduziert!

 

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