Knickfuß, Knick-Senkfuß, Knick-Senk-Spreizfuß

Knickfuß mit Einlage
Knickfuß ohne Einlage
 

Fußfehlstellung Knick-Senkfuß

Beim Knickfuß stehen die Gelenkflächen in unnatürlichem Winkel zueinander. Wenn das passiert, werden Gelenke, die stabil sein sollten, locker und instabil. Im Extremfall kann dies auch zum Plattfuß oder anderen schmerzhaften Fußerkrankungen wie einem Fersensporn führen.

Eine der häufigsten Ursachen für Fuß- und Beinbeschwerden, wie Fersensporn und Fersenschmerz, ist das übermäßige nach innen Kippen des Fußes (Knickfuß -  Hyperpronation). Ist das Fußgewölbe zudem abgeflacht, spricht man von Knick-Senkfuß. Der Knick-Senkfuß, bisweilen auch nur als Senkfuß bezeichnet, ist eine klassische Fußfehlstellung, die durch Fehlbelastung der Fußmuskulatur und falsches Schuhwerk begünstigt wird. Die natürliche Fußwölbung zwischen Vorfußballen und Ferse ist mehr oder minder verringert, was zu einer Absenkung der Fußsohle und dem Einknicken der Knöchel nach innen führt.

Dieses von hinten oft deutlich sichtbare Abknicken führte zur Namensgebung "Knick-Senkfuß". Dies führt bei Nichtbehandlung oder -beachtung dieser Fußfehlstellung zu schmerzhaften Langzeitfolgen bis hin zum Fersensporn, Rückenbeschwerden und X-Beinen.

Wie entsteht ein Knick-Senkfuß?

Der Knick-Senkfuß ist bei Kindern im Lauflernalter noch natürlich. Erst mit dem Wachstum, der Entwicklung und damit verbunden der Ausbildung der Fußmuskulatur, entwickelt sich der Knick-Senkfuß bei Kleinkindern zurück. Falsches Schuhwerk, mangelnde Bewegung der Füße (z.B. im Büro) und häufiges Stehen können im späteren Alter zu einer Rückbildung oder Schwächung der Fußmuskulatur führen. Die natürliche Wölbung des gesunden Fußes reduziert sich, um weiterhin die Verteilung des Körpergewichtes auf den gesamten Fuß zu gewährleisten. Das Gewölbe fällt quasi zusammen und die Weichteile wie Sehnen und Muskeln werden überdehnt. 

Kampf dem Knick-Senkfuß und seinen Beschwerden

Betroffene, können den damit verbundenen Beschwerden mit gezielter Behandlung entgegenwirken. Zusammen mit guten Schuhen, bieten Knick-Senkfuß-Einlagen eine gute Basis, um künftig wieder mehr Spaß am Gehen, Laufen und der Bewegung des Fußes zu haben.

Bewegung und gezielte Fußgymnastik fördern die Linderung beim Knick-Senkfuß. Sowohl durch die natürliche Fußbewegung, als auch durch Training mit den passenden Hilfsmitteln wir die Fußmuskulatur gekräftigt und das Fußgewölbe stabilisiert.. Auch Barfußlaufen auf unterschiedlichen, weichen Untergründen bietet ein völlig neues und hoffentlich bald wieder schmerzfreies Laufgefühl.

 

 

Knick-Senk-Spreizfuß

Der Knick-Senk-Spreizfuß (lateinisch pes planovalgus) ist eine Kombination mehrerer Fußfehlstellungen. Dabei knickt das Fersenbein nach innen (Knickfuß). Das Fußgewölbe senkt sich ab (Senkfuß). Die Mittelfußknochen spreizen sich (Spreizfuß).
Die Muskeln, Sehnen und Bänder die das Fußgewölbe bilden fungieren als Stoßdämpfer und verteilen das Körpergewicht auf die Ferse, die Großzehe und den Kleinzehenballen. Kommen Faktoren wie Überlastung und schwache Fußmuskulatur zusammen, so flacht das Fußgewölbe ab. Bei jedem Schritt knickt das Fersenbein nach innen, das Fußgewölbe wird flach und die Mittelfußnnochen spreizen sich.
Diese Fehlstellungen pflanzen sich über das Sprunggelenk, das Knie und die Hüfte bis zum Rücken und selbst in die Nackenregion fort. Das bedeutet, es kann Auswirkunegn im ganzen Bewegungsapparat geben.

Risikofaktoren und Ursachen für Knick-Senk-Spreizfuß

  • nicht ausreichend trainierte Fußmuskulatur
  • Übergewicht
  • Überlastung

Behandlung bei Knick-Senk-Spreizfuß

  • Kräftigung der Fußmuskulatur durch Fußgymnastik
  • auf weichem Untergrund barfuß laufen
  • Unterstützung und Korrektur der Fehlstellungen durch Einlagen
  • für Läufer sind Laufschuhe mit Pronationsstützen, sogenannte Stabilschuhe, eine Lösung
  • bei sehr ausgeprägten Fehlstellungen oder wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, kann eine Operation der Fußfehlstellungen notwendig sein.

 

Was Sie bei Knick-Senk-Spreizfuß selbst tun können - Fußgymnastik-Übungen


Diese Übungen eignen sich für Füße, die nicht zu sehr schmerzen oder akut gereizt sind. Sie können die Übungen ohne großen Aufwand immer und fast überall durchführen.

Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl oder Hocker.

Spreizen Sie die Zehen für zehn Sekunden auseinander – soweit es geht. Fünfmal wiederholen.

Danach ziehen Sie die Zehen so fest wie möglich zusammen. Ebenfalls fünf Wiederholungen.

Stellen Sie ihre Füße im Sitzen auf die Zehenspitzen. Spannung für einige Sekunden halten. Auch hier fünf Wiederholung.

Zum Abschluß legen Sie einen Stift oder ein Tuch auf den Boden und versuchen Sie, es mit den Füßen hochzuheben.

Üben Sie regelmäßig, dann werden Sie schon nach wenigen Tagen merken, dass die Schmerzen nachlassen und sie besser gehen können.