Hühnerauge (Clavus)

 

Durch Bildung von Hornhaut versucht der Körper sich vor anhaltendem, mechanischen Druck zu schützen.

Meist fängt es mit einer harmlosen Schwiele an den Zehen oder unter den Mittelfußköpfchen an.
Von einem Hühnerauge spricht man, wenn im Zentrum der Druckstelle eine zapfenförmig nach innen wachsende Verdickung der Hornhaut entsteht. Dieser dornartige Zapfen reicht sehr nahe an die extrem schmerzempfindliche Knochenhaut und Zehengelenke heran. Daher kann schon geringer Druck starke Schmerzen auslösen.

Häufige Ursachen von Hühneraugen

Wenn Schuhe die Ursache für Hühneraugen sind, treten sie in der Regel an den Zehen auf. Bevorzugte Lokalisationen von Hühneraugen sind zwischen den vierten und fünften Zehen oder an der Streckseite (oben) der zweiten Zehe. Auch bei Hammerzehen oder Hallux valgus als Ursache, finden sich die Hühneraugen auf der zweiten Zehe. Bei Senk-Spreizfüßen hingegen entstehen die Hühneraugen an der Fußsohle, nämlich unter den Mittelfußköpfchen oder dem Großzehenballen.

  • Druckstellen durch zu enge Schuhe
  • Vermehrte Reibung und Druck an hervorstehenden Knochen
  • überdurchschnittliche häufig sind Diabetiker und Menschen mit Durchblutungsstörungen betroffen.

Was Sie selbst gegen ein Hühnerauge tun können

  • Um Schmerz durch Druck und Reibung zu verhindern, können Druckschutzpolster oder -ringe verwendet werden.
  • Nach dem Baden, wenn die Haut etwas aufgeweicht ist, kann sie mit Bimsstein oder speziellen Raspeln vorsichtig entfernt werden.
  • Mit Hühneraugenpflastern und Tinkturen, die jeweils Salicylsäure enthalten, werden die Hornschichten aufgelöst und können abgetragen werden.

Bei hartnäckigem Hühnerauge sollten Sie professionelle Hilfe durch eine medizinischen Fußpflege in Anspruch nehmen. Dies gilt besonders für Diabetiker und Menschen mit Durchblutungsstörungen, bei denen selbst kleinste Verletzungen der Haut schwerwiegende Komplikationen auslösen können.

Wann müssen Sie einen Arzt aufsuchen

  • Wenn sich die Beschwerden trotz Pflege und eigener Behandlung nicht besser
  • Wenn vermeintliche Hühneraugen an weiteren Stellen auftreten, handelt es sich möglicherweise nicht um Hühneraugen sondern um Warzen.
  • Wenn kleine Verletzungen oder offene Stellen nicht abheilen.

Wie Ihr Arzt helfen kann

Er kann bestätigen, ob es sich tatsächlich um ein Hühnerauge handelt. Bei ausgedehnten, hartnäckigen Befunden kann ein Hühnerauge chirurgisch entfernt werden.
Wenn die Ursache eine Deformierung von Zehen oder Mittelfußknochen ist, kann eine operative Korrektur vorgenommen werden.

Vorbeugung – Prävention

Tragen Sie ausreichend weite, bequeme und gut passende Schuhe aus weichem Material mit guter Fußbettung.

Häufig ist eine optimierte Einlagenversorgung hilfreich.
Bei öfter an derselben Stelle auftretendem Hühnerauge empfiehlt es sich, schon frühzeitig Druckschutzpflaster zu verwenden, um eine schmerzhafte Entzündungsreaktion der Umgebung zu vermeiden.
Halten Sie die Haut durch pflegende Cremes und regelmäßige Fußbäder weich und geschmeidig.

Hammerzehen können sehr schmerzhaft sein