Spreizfuß, Senkfuß und Senk-Spreizfuß

Normalfuß

Normalfuß

Senkfuß

Senkfuß

senkfuss spreizfuss

Der gesunde Fuß hat ein Längsgewölbe das sich an der Innenseite des Fußes sichtbar erhebt und ein Quergewölbe, das sich unter den Mittelfußknochen ausspannt. Durch diese Gewölbe werden die Belastungen des Fußes gedämpft und abgefedert. Wenn sich das Längsgewölbe abflacht, spricht man von einem Senkfuß. Während der gesunde Fuß diese Wölbung von der Ferse zum Vorderfußballen nutzt, um das Gewicht des Körpers gleichmäßig zu verteilen, hat sich diese Fähigkeit beim Senkfuß deutlich verringert. Der Fuß knickt hierdurch bei Belastung nach innen ein, der Knöchel stellt sich nach innen heraus.

Bei der Abflachung des Quergewölbes von einem Spreizfuß. Sind beide Gewölbe betroffen, liegt ein Senk-Spreizfuß vor.

Durch die Aufspreizung der Mittelfußknochen verbreitert sich beim Spreizfuß der Vorfuß. Durch Abflachung des Längsgewölbes kommt es beim Senkfuß zur Verlängerung des Fußes.

normaler Kinderfuß

normaler Kinderfuß

 

Durch Änderung der Statik entsteht eine chronische Fehlbelastung der Knochen und Gelenke. Die Muskeln, Sehnen und Bänder werden einseitig belastet und überdehnt. Häufig kommt es unter den fehlbelasteten Mittelfußköpfchen zu schmerzhaften Schwielen. Bei Spreizfuß, Senkfuß oder Senk-Spreizfuß kommt es oft zu Schmerzen unter den Mittelfußköpfchen (Metatarsalgie) und/oder einer Morton-Neuralgie. Einer Nervenreizung, die unter mechanischem Druck entsteht und meist zwischen dem zweiten und dritten Mittelfußknochen auftritt.

Der Spreizfuß, Senkfuß und der Senk-Spreizfuß begünstigen die Ausbildung anderer Fuß- und Zehendeformitäten wie Hallux valgus, Hammerzehen, Krallenzehen und Fersensporn.

Ursachen für den Senkfuß

Der Senkfuß ist eine Folge schwacher Fußmuskulatur. Während sie bei Kleinkindern zumeist noch in einem normalen Rahmen der Entwicklung vorhanden und mit dem Wachstum weniger wird, ist der Senkfuß bei erwachsenen Menschen in der Regel durch unterschiedliche Fehlbelastungen und Ruhigstellungen verursacht.

Typische Fehlbelastungen, die einen Senkfuß begünstigen, sind mangelnde Bewegung der Füße, sowie die Ruhigstellung der Füße in falschem Schuhwerk. Auch häufiges Stehen und das Tragen schwerer Lasten kann sich ungünstig auf den Erhalt gesunder Füße auswirken und einen Senkfuß begünstigen.

Therapie

In leichten und mittelschweren Fällen soll die normale Fußstatik durch Einlagen (Einlegesohlen, Schuheinlagen, orthopädischen Einlagen) wiederhergestellt werden. Damit wird die Zunahme der Fehlbelastung und Abnutzung verhindert. Es ist nicht immer gleich der Weg zum Arzt erforderlich. Man kann sich durchaus zuerst einmal selbst helfen. In den meisten Fällen sind konfektionierte Einlagen hervorragend geeignet und preisgünstig. Zusätzlich kann mit Krankengymnastik, Muskeltraining und Barfußlaufen auch aktiv an der Verbesserung der Statik gearbeitet werden. Wenn die konservative Behandlung von Spreizfuß und Senkfuß keinen ausreichenden Erfolg bringen und Schmerzen sowie begleitende Zehendeformitäten bestehen, kann in seltenen Fällen eine Operation angezeigt sein.

Senkfuß ohne Einlage

ohne Einlage

Senkfuß mit Einlage

mit Einlage

 

Bei anhaltenden Beschwerden durch Senkfuß, Spreizfuß und Senk-Spreizfuß sollte ein Arzt konsultiert werden. Wird die Problematik hingegen ignoriert, kann sich dieser verstärken und langfristig zu Überlastungsschmerzen, Bandscheiben- und Rückenproblemen, sowie zur Bildung eines Fersensporns oder anderen Fußerkrankungen führen.

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