Hammerzehen

 

Eine Fehlbildung der Zehen, bei der sich das Mittelglied nach oben und das Endglied hammerartig nach unten wölbt, nennt man Hammerzehe.

Ursache ist in erster Linie eine chronische Über- und Fehlbelastung des Vorfußes, durch zu enges Schuhwerk und zu hohe Absätze. Dies mag der Grund dafür sein, dass weit überwiegend Frauen betroffen sind.

Hammerzehen treten gehäuft bei der zweiten und dritten Zehe auf. Beschwerden treten normalerweise erst dann auf, wenn sich an der Oberseite der Zehe ein Hühnerauge entwickelt. Die Beschwerden werden durch den Druck der Fußbekleidung verursacht. Zusätzlich wird häufig eine Schwiele unter dem Mittelfußköpfchen gefunden. Am Anfang ist die Hammerzehe in der Regel flexibel, später häufig eingesteift, kontrakt.

  • Zu enges Schuhwerk muss ausgetauscht werden. Mit Fußgymnastik und Fußtraining muss die Fußmuskulatur gestärkt und das Fußgewölbe gestützt werden.
  • Tragen Sie ausreichend weite, bequeme und gut passende Schuhe, aus weichem Material mit guter Fußbettung.
  • Oft ist eine optimierte Einlagenversorgung hilfreich.

Als Hilfsmittel stehen eine Vielzahl von Produkten wie Zehenkappen, Zehenschlauch, Entlastungspolster und Korrekturbandagen zur Verfügung.

Wenn durch Ausschöpfen aller konservativen Behandlungsmöglichkeiten eine dauerhafte Korrektur nicht erreicht werden kann, ist eine Operation angezeigt. Dabei wird über einen kleinen Schnitt das Köpfchen des Mittelgliedes entfernt und durch Verlagerung von Sehnen und Kapselgewebe die Zehe begradigt.

Dieser Eingriff kann in der Regel ambulant und auf Wunsch auch in örtlicher Betäubung vorgenommen werden. Eine länger andauernde Entlastung des Fußes ist nicht erforderlich. Es handelt sich um einen kleinen komplikationsarmen Eingriff.

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