Blasen an den Füßen

Blasen sind kleine Schwellungen der Haut, die Flüssigkeit enthalten. Sie werden durch Reibung verursacht. Der Körper reagiert auf Reibung durch Produktion von Flüssigkeit. Die Flüssigkeit entsteht unter dem Areal der Haut, das der Reibung ausgesetzt ist und verursacht Druck und Schmerz.

Blasen entstehen, wenn die Füße heiß und schwitzend sind und die Strümpfe an der Haut anhaften. Strümpfe und Haut reiben dadurch im Schuh aneinander. Hautschichten lösen sich voneinander und in den Zwischenräumen wird Flüssigkeit gebildet. Durch diese Flüssigkeit wird das Gewebe wie von einem kleinen Ballon geschützt.

Normalerweise gehen Blasen mit Schmerzen einher und werden deshalb frühzeitig bemerkt. Bei Diabetikern die an einer Polyneuropathie leiden - deren Sensibilität also vermindert ist -  können Blasen auch unbemerkt bleiben und Ausgangspunkt von infektbedingten Komplikationen werden. Diabetiker, aber auch Menschen mit Durchblutungsstörungen, sollten bei Blasen immer ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Blasen treten gehäuft auf, wenn Sportler neue Sportschuhe tragen. Sie sind auch ein häufiges Problem für Ausdauersportler wie Marathonläufer oder Triathleten, sind aber bei nahezu allen anderen Sportlern ebenfalls möglich.
Wenn die Umgebung der Blase gerötet ist oder gelbliches Sekret abgegeben wird, liegt wahrscheinlich eine Infektion vor, die ärztlich behandelt werden sollte.

Wie Sie Blasen verhindern können

  • Tragen Sie ausreichend weite, bequeme und gut passende Schuhe aus weichem Material mit guter Fußbettung.
  • Versuchen Sie die Füße trocken zu halten. Tragen Sie keine feuchten Schuhe oder Strümpfe.
  • Schuhe und Strümpfe sollten optimal passen. Bereits kleinste Unebenheiten im Strumpf wie Falten oder Sandkörnchen können eine Blase verursachen.
  • Gute Hautpflege ist extrem wichtig. Empfindliche Hautstellen sollten besonders vor dem Sport zum Beispiel mit Vaseline, Melkfett oder Hautöl eingetrieben werden, damit die Haut geschmeidiger und weit weniger anfällig für Reibung.
  • Benutzen Sie Blasenpflaster schon als Vorbeugung

Therapie

  • Eine kleine nicht eröffnete Blase heilt in der Regel von selbst ab. Die unverletzt obere Hautschicht wirkt praktisch wie ein steriler Verband.
  • Eine großflächige Blase sollte vom Arzt mit einer sterilen Nadel punktiert werden.
  • Bemerkt ein Sportler, dass eine Blase entsteht, so kann die Stelle durch ein faltenfrei geklebtes Pflaster geschützt werden.
  • Auch bei einer geplatzten Blase sollte die obere Schicht nicht entfernt werden, weil auch sie die Funktion eines schützenden Verbandes haben kann. Allerdings sollte zusätzlich mit einer aseptischen Lösung gesäubert und steril abgedeckt werden.
  • Spezielle Blasenpflaster eignen sich in besonderer Weise zur Vorbeugung und Behandlung, da sie die natürliche Heilung unterstützen und wie eine zweite Haut vor Druck und Schmerz schützen.