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Läuferknie (Runners Knee, Tractus Syndrom)
Das Knie ist das am stärksten belastete Gelenk des Läufers. Wenn das Knie schmerzt ist das in aller Regel auf eine Überlastungen von Sehnen, Bändern, Muskeln, Meniskus oder Knorpel zurückzuführen. Nur selten ist das Läuferknie die Folge einer direkten Gewalteinwirkung. Meistens ist es das Ende einer langfristigen Entwicklung, bei der ein Bagatelltrauma ausreicht um Beschwerden auszulösen. Der Auslöser ist nur der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte.
Ursachen für das Läuferknie sind vielfältig. Meist finden sich
Dysbalancen der Muskulatur,
die durch Fehlbelastung einzelner Strukturen, falsches Training oder einförmige Belastungen
ausgelöst werden.
Häufige Fehler sind: zu schnell gesteigertes Training, laufen auf hartem Untergrund
mit schlecht gedämpften oder abgenutzten Schuhen, zu kurzes Aufwärmen und Dehnen. Aber auch: Überlastung durch zu große Laufumfänge, ständiges Training auf Strecken mit abfallenden Ränder, intensives Bahntraining ohne Wechsel der Laufrichtung und zu viele Steigungsläufe.
Bei Menschen mit Fehlstellungen der Beine, insbesondere O-Beinen ist das Läuferknie gehäuft zu beobachten.
Unter Sportlern sind wie der Name schon sagt Läufer aber auch Radfahrer häufig betroffen.
Meist ist der Tractus iliotibialis, eine Sehnenplatte, die vom Becken an der Außenseite des
Oberschenkels zum Schienbeinkopf verläuft, der Verursacher der Beschwerden. 
Bei normalen Verhältnissen gleitet der Tractus iliotibialis beim Beugen und Strecken des Knies am äußeren Kniegelenkspalt vorbei. Bei einem Läuferknie ist er jedoch in der Regel verkürzt und scheuert deshalb über das untere Ende des Oberschenkelknochens. Es kommt zu einer Entzündung der aneinander reibenden Gewebe. Der Läufer klagte über einen stechenden Schmerz im äußeren Kniebereich, der schon während dem Lauf oder auch erst danach auftreten kann. Oft findet sich auch das Bild einer Schleimbeutelentzündung mit Schwellung und Überwärmung, gelegentlich sogar mit Gelenkerguss. Behandlung: Zunächst muss die Ursache der Beschwerden genau ermittelt werden. Symptomatisch werden Kühlung mit Kältekissen, Abreibungen mit Eiswürfeln oder Eis-Lolly, Schonung und falls erforderlich entzündungshemmende, beziehungsweise schmerzstillende Medikamente eingesetzt.
Die Dysbalancen der Muskulatur müssen durch auftrainieren der schwachen Muskelanteile
ausgeglichen und verkürzte Strukturen müssen intensiv und konsequent über längere Zeit gedehnt werden.
Oft ist es sinnvoll das Trainingsprogramm zu überprüfen und beispielsweise
Laufeinheiten durch Radfahren, Schwimmen oder Krafttraining zu ersetzen.
Häufig muß das Lauftraining reduziert oder kurzfristig ganz vermieden werden. Unterstützend kann der Einsatz von Bandagen oder Kinesio-Taping hilfreich sein. Es kann sehr hilfreich sein, den Laufstil von einem Experten überprüfen
zu lassen.
Dies kann mittels einer videounterstützten Laufanalyse erfolgen. Falsche Fußbelastungen und Abrollung können so festgstellt
und durch Schuhwechsel oder einsetzen
von Einlagen und Sohlenänderungen ausgeglichen werden.
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